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Retrospektive
Lichtparcours – eine Ausstellung in Serie
Für den Lichtparcours Braunschweig erschaffen national und international renommierte Künstler:innen temporäre Kunst für den öffentlichen Raum. Die kulturhistorischen und architektonischen Merkmale, insbesondere die Oker-Brücken der Stadt sind seitdem maßgeblicher Bestandteil beim Entstehungsprozess und bei der Werkschau.

Die Besonderheit des Lichtparcours Braunschweig entwächst aus dem individuellen Zusammenspiel zwischen künstlerischer Initiative und lokalen Bezügen. Damit möchte die Ausstellung auch immer kulturpolitisch motiviert zur Verbesserung der Qualität des urbanen Raums beitragen.

Sieben bis 15 Entwürfe von jungen, aber auch bereits etablierten Künstler:innen werden pro Ausstellung realisiert. Einige Lichtparcours-Kunstwerke konnten von der Stadt Braunschweig im Laufe der Zeit erworben werden und sind dauerhaft zu besichtigen (Dauerinstallationen).
Kuratorium Lichtparcours 2024
Nuno de Brito Rocha, Interimsdirektor, Kunstverein Braunschweig; Prof. Dr. Ulrike Gehring, Vizepräsidentin, Universität Trier; Dr. Stefan Gronert, Kurator für Fotografie und Medienkunst, Sprengel Museum Hannover; Prof. Dr. Anja Hesse, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Stadt Braunschweig; Karola Kraus, Direktorin, MUMOK Wien; Roland Nachtigäller, Geschäftsführer, Stiftung Insel Hombroich; Dr. Susanne Pfleger, Direktorin, Städtische Galerie Wolfsburg; Dr. Andreas Beitin, Direkor, Kunstmuseum Wolfsburg; Dino Steinhof, Wissenschaftlicher Referent des Direktors, Kunstmuseum Wolfsburg.
Lichtparcours 2000
Der erste Lichtparcours wurde als neuartiges Ausstellungsformat für Braunschweig konzipiert, anlässlich der EXPO 2000. Besucher:innen der Weltausstellung in Hannover sowie Einwohner:innen der Stadt sollten temporäre künstlerische Installationen und Interventionen zum Thema Licht und Wasser entdecken können. Dieses damals neuartige Format für Kunst im öffentlichen Raum entstammte einer Idee der heutigen Kulturdezernentin Prof. Dr. Anja Hesse in enger Zusammenarbeit mit Prof. Gerhard Auer von der TU Braunschweig.
Lichtparcours Braunschweig 2000
Lichtparcours 2004
Unterschiedliche Orte urbanen Lebens, Plätze, Parkanlagen, prominente Architektur und versteckte Nischen Braunschweigs wurden in der zweiten Ausgabe des Braunschweig Parcours eingebunden und durch Skulpturen, Installationen und künstlerische Interventionen zu neuem Leben erweckt. Die Bedeutung lebendiger, wahrnehmbarer Stadtkultur sollte besonders in den Blick genommen werden. Es galt, die Auseinandersetzung mit der medialen Bedingtheit von Umwelt zu fördern und die Möglichkeit des Dialogs vor Ort zu eröffnen.
Lichtparcours Braunschweig 2004
Lichtparcours 2010
Mit ihrer Mischung aus privater Terrassenatmosphäre und öffentlichem Grün haben Okergürtel und Okerauen die Künstler:innen und das Publikum beim dritten Lichtparcours 2010 erneut begeistert. Von der Konzentration auf das reine Licht als selbstreferenzielles Medium über die Definition künstlerisch-optischer Grenzphänomene, ikonografisch determinierten Projektionen bis hin zu (Licht-)Botschaften und szenografischen Positionen bildeten die unterschiedlichsten Zustände des Lichts 2010 das thematische Zentrum.
Lichtparcours Braunschweig 2010
Lichtparcours 2016
Unter dem Motto „15 Kunstwerke, 24 Stunden, 4 Monate, 1 Stadt“ zeigte der vierte Lichtparcours 2016 künstlerische Arbeiten im Stadtraum und erstmals auch an einem außerhalb der Innenstadt gelegenen Standort, dem Gelände des Hafens Braunschweig-Veltenhof. Internationale und nationale Künstler:innen haben sich dafür mit der urbanen und kulturhistorischen Situation Braunschweigs auseinandergesetzt. Wichtige thematische Bezugspunkte der Arbeiten lagen 2016 in Überlegungen zum Wandel der natürlichen Lichtverhältnisse.
Lichtparcours Braunschweig 2016
Lichtparcours 2020
Im Zentrum des fünften Lichtparcours 2020 stand – auch als Reminiszenz an die erste Ausstellung 2000 – die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Wasserlauf der Oker und seinen 24 Brücken. Es wurden skulpturale wie filmische Arbeiten entwickelt, die sich in ihren Beiträgen mit der urbanen und kulturhistorischen Situation Braunschweigs auseinandersetzten. Kraftvolle, farbintensive, abstrakte Gebilde standen dem oft von Werbung durchdrungenen öffentlichen Raum gegenüber.
Lichtparcours Braunschweig 2020